Mehrweg-Kaffeebecher und die Umwelt – wann lohnt sich der Umstieg auf Mehrweg-Kaffeebecher?

Der Coffee-to-go erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit – mit ihm wuchs durch das erhöhte Abfallaufkommen und dem Ausstoß schädlicher Klimagase aber auch die Belastung für die Umwelt. Für Heißgetränke werden in Deutschland mittlerweile jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher genutzt, was 34 Bechern pro Kopf entspricht.

Dadurch entstehen 83.000 Tonnen CO2-Emissionen und 31.000 Tonnen Abfall in einem Jahr. Weitere 28.000 Tonnen CO2-Emissionen und 9.000 Tonnen Abfall sind den Plastikdeckeln geschuldet. Der Einweg-Kaffeebecher ist ein Sinnbild unserer Wegwerfkultur geworden. Der Nachhaltigkeit willen sind viele auf Mehrweg-Kaffeebecher umgestiegen.

Aber ist der Mehrweg-Kaffeebecher wirklich immer die nachhaltigere Option?

Ist der Mehrweg-Kaffeebecher in jedem Fall die umweltfreundlichere Variante?

Tatsächlich kommt die Nutzung eines Mehrweg-Kaffeebechers der Umwelt erst zugute, wenn er so häufig genutzt wird, dass er eine große Menge an Einweg-Kaffeebechern ersetzt. Schätzungen zufolge ist dies erst ab der fünfzigsten Benutzung der Fall. Grund hierfür ist, dass er deutlich stabiler sein muss – folglich die Becherwände eine höhere Dicke aufweisen müssen.

Zumeist besteht er auch noch aus hundertprozentigem Kunststoff. Ergo verbraucht er in der Produktion deutlich mehr Energie und Material, weswegen erst nach längerer Benutzung ein Ausgleich in der Ökobilanz geschaffen wird.

Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Realisierung: das Pfandbechersystem, das Mitbringen eines eigenen Mehrweg-Kaffeebechers oder die Wiederverwendung von Einweg-Bechern.

Kann ein Mehrweg-Kaffeebecher trotz ausreichender Umlaufzahlen dennoch umweltschädlicher sein als ein Einweg-Kaffeebecher?

Selbst hohe Umlaufzahlen eines Mehrweg-Kaffeebechers garantieren nicht, dass er umweltfreundlicher ist als der Einweg-Kaffeebecher. Eine entscheidende Rolle für die Ökobilanz spielt auch der Spülgang sowie der Transport der Becher zu der Spülanlage. Je energieaufwendiger der Spülgang und umso länger der Weg, desto schlechter fällt sie aus.

Insbesondere industrielle Spülanlangen verbrauchen aufgrund hoch eingestellter Temperaturen innerhalb kürzester Zeit Unmengen an Energie. Kann hierbei ein wesentlicher Anteil fossilen Energien zugeordnet werden, fällt zusätzlich der CO2-Fußabdruck recht groß aus.

Make a difference

Haben Sie als Eigentümer eines Cafés nicht genügend Umlaufzahlen, um ein Pfandbechersystem zu betreiben und möchten dennoch einen Beitrag zur Umwelt leisten? Dann können Sie mit dem schön gestalteten Kaffee-Becher “Make a difference” von Bechergigant ein Zeichen im Sinne der Nachhaltigkeit setzen. Denn die effektivste Methode ist die der Wiederverwendung robuster Einwegbecher.

Dieser kann nicht nur wiederverwendet werden, sondern zeigt durch seinen Aufdruck auch, dass Ihnen die Umwelt am Herzen liegt und erinnert den Kaffeetrinker daran, dass er den Becher mehr als einmal nutzen kann.